Anregungen, um einen Hühnerstall selbst zu bauen

Trockener Schutzraum als sicherer Schlafplatz

Hühner sind Frühaufsteher, die den Tag im Freien nach Futter suchen und im trockenen Sandbad ruhen, bevor sie am Abend wieder in den Hühnerstall gehen. Das Bankivahuhn als Urahn aller Haushühner suchte sichere Bäume auf, um vor nachtaktiven Angreifern sicher zu sein. Die meisten Haushuhnrassen schlafen deswegen noch heute gerne auf Hühnerstangen. Der Hühnerstall schützt aber auch vor Wind, Frost, Nässe und ist ein Raum, in dem Eier gelegt werden. Dafür soll es Legenester geben.

Leider gehen die Hühner zum Koten nicht raus sowie sich sehr schnell ihre „Untermieter“ einfinden. Einige Parasiten wie Federlinge leben auf den Hühnern, andere wie die rote Vogelmilbe in deren Umgebung. Ein guter Hühnerstall soll hygienisch sein und damit diese Lästlinge abhalten.

Hühnerstall bauen, die Grundlagen

Solange die Hühner nur zum Schlafen in den Hühnerstall kommen, reicht 1 m² für 3 große, 4 mittelgroße oder 5 kleine Hühner. Voraussetzung bleibt, dass dieser knappe Raum strukturiert wird. Unter den Hühnerstangen soll es ein Kotbrett geben, welches sich leicht reinigen lässt. Unter diesem kann der Scharraum oder das Sandbad liegen, letzteres kann sich auch an trockener Stelle im Freien befinden.

Nur wenige Haushuhnrassen schlafen lieber am Bodengrund. Eine gute Innenhöhe vom Hühnerstall ist 1,8 bis 2 Meter Gesamthöhe.

An einer erhöhten, aber leicht erreichbaren Stelle kann es auf drei Hennen je ein Legenest geben. An einer anderen leicht erhöhten Stelle, die nicht so schnell verschmutzt, kann es die Hühnertränke und einen Trog für das Trockenfutter geben. Jedes Huhn muss gleichzeitig fressen können, damit die ranghöchsten sich nicht jedes Mal durchsetzen. Die Hühner sollen immerhin nicht zu fett werden, da sie dann deutlich weniger Eier legen und auch die Befruchtungsrate sinkt.

Hühner werden vor allem durch Licht gesteuert. Wenn möglich, dann soll zur Südseite ein Fenster liegen, welches die Größe von 20 % der Grundfläche einnimmt. Zugleich brauchen Hühner gute Luft und ein trockenes Stallklima, wollen aber nicht in der Zugluft schlafen. Über den Sitzstangen kann es einen zweiten Boden geben, der sich zur Außenwand öffnen lässt. Die Luft kann einströmen, strömt aber über die schlafenden Hühner hinweg. Das Fenster zur anderen Seite soll dennoch nicht offen sein oder nur ganz wenig, damit bei Wind kein starker Durchzug einsetzt. Die Wände und auch das Fenster sollen möglichst soweit dämmen, dass der Hühnerstall im Winter immer über dem Gefrierpunkt bleibt. Dann frieren einem auch die Tränken nicht zu. Ansonsten könnte unter der Tränke oder auch zum Heizen eine elektrische Wärmematte Abhilfe schaffen.

Checkliste für die Einrichtung:

  • Scharraum mit Einstreu
  • Futterstelle mit täglich frischem Wasser
  • Futterkiste, die gegen Schadnager standhält
  • erhöhte und zugfrei liegende Sitzstangen
  • unter den Sitzstangen ein Kotbrett oder einen Kotbunker
  • erhöhte und gut erreichbare Legenester
  • trockenes Staubbad für Gefiederpflege, eventuell auch draußen
  • Hühnerklappe
  • bei Bedarf ein Hühnernetz oder ein Zaun mit Volierennetz überspannt
  • regelmäßige Deckung im Freien

Legenester und Futterstelle müssen gut erreichbar sein. Luftöffnungen und weitere Schwachstellen sollen mit mardersicherem Draht geschützt werden. Der Bodengrund muss ein Untertunneln verhindern. Im Hochsommer soll der Stall sich nicht zu stark aufheizen.

Die Möglichkeiten eines Heimwerkers

Ob der Hühnerstall in einem alten Nebengebäude oder einem alten Bauwagen eingerichtet wird, ist den Hühnern bei richtiger Umsetzung egal. Es könnte glatt ein altes Gartenhaus auf Achsen aufgebaut werden. Unter dem mobilen Hühnerstall bliebe direkt eine Stelle für das schattige Sandbad trocken. Auf einem Hof, der einen Radlader mit Palettengabel hat, kann der Hühnerstall auch auf einigen Paletten aufmontiert und mit dem Radlader versetzt werden. Für den trockenen Raum unter dem Hühnerstall sollte dieser auf soliden Stützen abgestellt werden.

Ein richtiger Heimwerker hat also vielfältige Möglichkeiten und könnte sogar mehrere leichte Hühnerställe bauen und mit einem Fahrwerk bei Bedarf versetzen. Wer mehr Geld als handwerkliches Geschick hat, kauft seinen Hühnerstall besser im Handel. Es gibt viele Modelle von 4 bis 400 Hühnern, damit auch Hofläden sich mit frischen Eiern versorgen können.

Die Details machen den Unterschied

Viele Heimwerker kennen bereits das Problem: Besser einmal und richtig als zweimal. Beim Hühnerstall ist die Hygiene sehr wichtig, damit Parasiten nicht hochkommen. Direkt beim Bau muss also bereits darauf geachtet werden, dass diese Hygiene sich leicht einhalten lässt. Gerade die Parasiten, die nicht auf den Hühnern leben, brauchen in direkter Umgebung zu den Hühnern Ritzen und Spalten. Der ganze Hühnerstall soll so gebaut werden, dass es diese nicht gibt. Geht das nicht, sollen diese mit passenden Materialien zugekittet werden. Das gilt nicht allein für die Außenwände, sondern auch Legenster und alle Gegenstände, die irgendwie in der Nähe der Hühner hingestellt werden.

Unter den Hühnerstangen soll es nicht nur ein Kotbrett geben, dieses muss sich leicht reinigen lassen. Man stellt halt den Eimer unter das schräge Kotbrett und schabt den Kot runter. Es muss sich also um ein nässebeständiges Brett oder eine nässebeständige harte Bauplatte handeln. Der Halter muss zugleich an dieser Stelle arbeiten können. Wenn es im mobilen Hühnerstall kaum Platz gibt, kann eventuell eine Klappe eingebaut werden, um den Kot von Außen mit einem Schaber am Stab rauszuziehen.

Bei fertigen mobilen Hühnerställen im Handel gibt es auch Klappen in den Außenseiten, um die Eier entnehmen zu können. Das Kotbrett ist hingegen eher ein Metallblech, welches herausgezogen wird.

Neben dem Kotbrett und Legenestern muss auch die Futterstelle leicht erreichbar sein, weil das Wasser täglich gewechselt wird. Die Hühnertränke ist zudem regelmäßig zu reinigen. Ein Esslöffel Apfelessig auf einen Liter Wasser verringert die Keimdichte.

Die Schutzfunktion

Der schönste Hühnerstall wird bald leer stehen, wenn er nicht Marder, Fuchs und auch die Ratte abhält. Der Fuchs untertunnelt die Außenwand, der Marder steigt über ein Loch am Dach ein und die Ratte frisst sich zur Not durch die Außenwand. Doch meist gehen sie einfach durch die offene Hühnerklappe. Diese soll deswegen am Abend geschlossen und am Vormittag geöffnet werden. Wer das nicht immer kann, soll eine automatische Hühnerklappe einbauen, es gibt auch Modelle mit Akku und Solarzellen.

Wenn die Außenwände vom Hühnerstall untertunnelt werden können, muss es einen sicheren Bodengrund geben oder unter diesem muss ein mardersicherer und rostfreier Marderdraht verlegt werden. Dieser ist zugleich engmaschig, damit keine Marder durchkommen. Auch die Zuluftöffnung und andere Schwachstellen können mit diesem Draht gesichert werden. Gibt es eine Stelle, an der sich Ratten bevorzugt durchnagen würden, dann wird solch ein Drahtstück an dieser Stelle angebracht.

Würde der Hühnerstall im großen Nebengebäude stehen, welches nicht gesichert werden kann, wird eben der Bereich vom Hühnerstall gesichert.

Nur, wer sich ganz sicher ist, dass es keine Marder, Füchse und Ratten in seiner Wohnlage gibt, sollte auf solche Schutzmaßnahmen verzichten. Ansonsten ist es nur eine Frage der Zeit, bis diese Raubtiere den Zugang zu den Hühnern suchen.

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